Moin Neumünster (3) – Neumünster und sein Umland

Shownotes

Neumünster kommt an seine Grenzen, denn Gewerbeflächen sind knapp und viele Projekte lassen sich nicht allein im Stadtgebiet realisieren. Marco Thies spricht über Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Umlandgemeinden, die Rolle des Landes Schleswig-Holstein und Neumünsters Selbstverständnis als Oberzentrum.

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00:00:00: Moin Marco.

00:00:02: Moin Sebastian, moin Neumünster!

00:00:04: Heute schauen wir ein bisschen über die Stadtgrenzen hinaus.

00:00:07: Ja das sollten wir viel häufiger mal tun.

00:00:08: Weil Neumunster seine Nachbarn braucht?

00:00:11: Naja weil wir uns gegenseitig

00:00:12: brauchen.

00:00:19: Herzlich willkommen bei Moin Neumnünster dem Podcast über unsere Stadt und ihre Zukunft.

00:00:24: Über Politik reden viele.

00:00:25: hier reden wir über Neumünster.

00:00:27: ich bin Sebastian Fricke.

00:00:29: gemeinsam mit Marco Thies spreche ich in jeder Folge über ein Thema dass neumünstern bewegt.

00:00:34: Wir greifen Fragen auf, ordnen aktuelle Entwicklungen ein und sprechen darüber was sich in unserer Stadt verändern sollte.

00:00:41: Marco ist Verwaltungsfachmann und bewirbt sich darum Oberbürgermeister von Nürnmünster zu werden.

00:00:45: er kennt deshalb die Zusammenarbeit zwischen Städten Gemeinden und dem Land aus der Praxis.

00:00:50: heute soll aber nicht nur erklären wie diese Zusammenarbeit funktioniert.

00:00:54: es soll auch sagen was aus seiner Sicht besser werden muss.

00:00:58: Normünster ist ein Oberzentrum mitten in Schleswig-Holstein.

00:01:01: Die Stadt bietet Arbeitsplätze, Schulen, Kliniken, Einkaufsmöglichkeiten, Kultur, Sport und viele weitere Angebote die auch Menschen aus dem Umland nutzen.

00:01:11: Gleichzeitig stößt Normünstar an Grenzen.

00:01:13: Freie Gewerbeflächen sind knapp.

00:01:15: Viele Verkehrs-, Wirtschafts- und Infrastrukturfragen lassen sich nicht allein innerhalb des Stadtgebietes lösen.

00:01:22: Braucht Normünster deshalb eine neue Partnerschaft mit seinen Nachbarn?

00:01:26: Wie kann Zusammenarbeit auf Augenhöhe funktionieren und welche Rolle sollte das Land Schleswig-Holstein dabei spielen.

00:01:33: Darüber sprechen wir heute, schön dass ihr dabei seid!

00:01:40: Marco, Normünste ist eine kreisfreie Stadt – Auf der Landkarte wirkt die Stadt zunächst wie eine eigene Einheit mit klaren Grenzen.

00:01:47: Im Alltag halten sich die Menschen aber nicht an solche Verwaltungsgrenzen.

00:01:51: Sie wohnen vielleicht in Kleinkummerfeld, Mybrok, Abstorff oder Padenstedt, arbeiten aber in Normünster – sie kaufen hier ein, besuchen Schulen und nutzen medizinische Angebote oder kommen zu Veranstaltungen in die Stadt.

00:02:03: Kann Normunster seine Zukunft überhaupt noch unabhängig vom Umland planen?

00:02:07: Na ja ganz klar nein!

00:02:11: wie du schon beschrieben hast.

00:02:12: Neumünster gibt es nicht ohne das Umland und ... Das Umland ist mit Neumunster eng verwoben, tatsächlich der Arbeitsmarkt ist hier.

00:02:19: in Neumunnster arbeiten viele Menschen sie wohnen im Umland wir haben verkehrliche Verbindungen die Stadtwerke fahren bis nach Wasbek.

00:02:27: ja Wir haben die Schulen hier vor Ort Die Wirtschaft ist hier groß vertreten Und Neumünster hat als Oberzentrum eben wichtige Funktion auch fürs umland.

00:02:35: das Ist unsere Rolle hier mitten in Schleswig-Holstein.

00:02:39: Und auf der anderen Seite sind die Umlandgemeinden, die eben Flächen haben.

00:02:43: Die Wohnraum anbieten und wohnen auch Entwicklungsmöglichkeiten da sind, die Neumünster nicht mehr hat.

00:02:47: Das ist hier schon ziemlich ausgeschöpft.

00:02:50: Deswegen wir haben eine Abhängigkeit voneinander.

00:02:53: Ich glaube aber mal nicht dass das eine Schwäche ist sondern ganz im Gegenteil, das ist ne große Chance für uns oder ein großer Standout-Vorteil.

00:02:59: Ist das Umland für Neumünster bisher eher Partner?

00:03:01: Oder wird manchmal doch noch gedacht jeder kümmert sich zuerst um sich selbst.

00:03:06: Eigentlich ist beides so.

00:03:08: Leider ist es im Moment tatsächlich so, dass jeder erst mal bei sich selber guckt und ich glaube das ist genau der falsche Ansatz.

00:03:16: Die Gemeinden tragen natürlich die Verantwortung für ihre eigene Entwicklung Neumünster wie auch jede unserer Partnergemeinden im Umland.

00:03:23: Wir stehen noch in Konkurrenzunternehmen, die bei uns sich ansiedeln wollen um Einwohner damit um Steuereinnahmen.

00:03:31: Die ist einfach da die Konkurrence.

00:03:32: aber ich bin der festen Überzeugung dass wir tatsächlich die Zukunft nur gestalten können wenn wir das gemeinsam denken und als Region Neumunster mit den Umlandgemeinden das zusammendenken können.

00:03:43: ein besonders konkretes Beispiel hast du gerade in einem Nebensatz erwähnt Das sind die Gewerbeflächen.

00:03:49: Neumünster hat nur noch begrenzte Möglichkeiten, innerhalb der eigenen Stadtgrenzen neue größere Gewerbegebiete zu entwickeln.

00:03:56: Wenn sich ein Unternehmen ansiedeln oder einen bestehender Betrieb erweitern möchte, kann es deshalb durchaus passieren, dass schlicht keine passenden Flächen zur Verfügung stehen?

00:04:06: Was bedeutet das für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt?

00:04:10: Genau das was du gesagt hast, Neumunster kann nicht ohne das Umland!

00:04:13: Es ist so vorgesehen von der Regionalplanung, dass tatsächlich die kleinen Gemeinden auch keine Gewerbegebiete alleine realisieren können.

00:04:21: Die brauchen immer einen größeren Partner dazu und Normünster als Oberzentrum wäre ein großer Partner.

00:04:26: Normunster möchte sich weiterentwickeln, die Wirtschaft hier muss sich weiter entwickeln.

00:04:30: aber wir haben eben keine Flächen mehr und im Umland sind Flächen vorhanden und auch die Bereitschaft dort weiter etwas zu entwickeln Und da müssen wir gemeinsam arbeiten.

00:04:40: Nicht jede Fläche ist geeignet, wir müssen die Verkehrsanbindung uns anschauen umweltbelange und tatsächlich ja, müssen wir die Flächen, die da sind besser nutzen und Brachen entwickeln.

00:04:52: Der Umweltschutz spielt auch immer eine große Rolle unter Klimaschutz.

00:04:55: Aus Sicht einer Nachbargemeinde könnte es aber ziemlich überheblich klingen wenn unsere Stadt, wenn der Münster sagt Wir haben keine Flächen mehr also stellt ihr uns mal bitte welche zur Verfügung.

00:05:06: Warum sollte eine Umlandgemeinde dabei denn mitmachen?

00:05:09: Ja, ich glaube das ist genau das Problem und das erlebe ich ja nun auch.

00:05:13: Ich bin ja nun im Umland tätig im Amtbau des Räums.

00:05:16: Das erlebte ich auch, dass da dieses Selbstverständnis oder dieses Verständnis so ist, dass man Münster eben mehr nur auf sich guckt.

00:05:22: Und ich glaube genau das ist der falsche Punkt!

00:05:25: Wir müssen mit den Gemeinden auf Augenhöhe kommunizieren und gemeinsam unsere gemeinsamen Ziele in Vordergrund stellen nämlich, dass es eine gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung hier in der Region geben muss.

00:05:36: Die Kooperation, die wir gangbringen müssen muss auf Augenhöhe sein und die Vorteile für alle Seiten sichtbar machen.

00:05:44: Das kann eine wirtschaftliche Entwicklung sein, das kann aber auch Wohnbau sein, der im Umlaund weiter gefördert werden kann.

00:05:52: Also das funktioniert nur auf Augenhöh.

00:05:55: Narmünster dürfte nicht nur fragen was bekommen wir sondern die Stadt müsste sagen, was bringen wir in diese Partnerschaft mit ein?

00:06:02: Genau!

00:06:03: Was bringen wir mit ein und was wir mit Einbringen, das ist natürlich eine ganze Menge.

00:06:06: Wir haben als Oberzentrum eben alle Möglichkeiten zu gestalten.

00:06:10: Wir habe hier eine Wirtschaftsagentur die eben Kontakte hat, die eben gestalten kann, die vermarkten kann!

00:06:15: Wir haben eine Superverkehrsanbindung, wir haben hier auch Arbeitskräfte, wir sind Bildungsangebote medizinische Versorgung.

00:06:22: also der Münster bringt ganz viel mit und davon können sie um Landgemeinde dann auch profitieren.

00:06:29: Das muss ein fairer Interessenausgleich sein.

00:06:34: Da muss das gemeinsame Ziel nach vorne getragen werden und stehen im Vordergrund.

00:06:40: Du sprichst von Zusammenarbeit auf Augenhöhe, Normünster ist aber ein Oberzentrum.

00:06:45: Schon der Begriff klingt danach als Stünde die Stadt über den kleineren Gemeinden?

00:06:50: Wie verhindert man eine Zusammenarbeit am Ende ... Doch so läuft, dass einer Münster die Richtung vorgibt und das Umland einfach mitziehen soll.

00:06:57: Na ja gut da muss man dazu sagen Oberzentrum ist nur eine Kategorie.

00:07:01: Ich sag mal, da haben wir Glück als kreisfreie Stadt, dass wir ein Oberzentrem sind.

00:07:06: Das hat aber nichts damit zu tun, dass mehr wert besser oder sonst was als kleine Umlandgemeinde ist.

00:07:15: hat ihre eigenen Gremien, hat ihre eigene Entwicklungsmöglichkeiten, ihre eigenen Interessen.

00:07:19: Da hat jede Gemeinde auch ihre eigene Ziel, ihre eigene Vorstellung.

00:07:23: aber darum geht es dann in der Region gemeinsam darüber zu sprechen.

00:07:26: was wollen wir hier gemeinsam erreichen?

00:07:28: Gemeinsam für diese Region im Herzen Schleswig-Holsteins.

00:07:32: Gab es aus deiner bisherigen Arbeit schon mal Situationen den mehrere Gemeinden wirklich ganz unterschiedliche Interessen hatten und trotzdem eine gemeinsame Lösung gefunden werden musste?

00:07:45: Da gibt es tatsächlich regelmäßig solche Beispiele.

00:07:49: Wenn ich drinke im Bordesholm, ich habe ja vierzehn Gemeinden mit vierzehnt unterschiedlichen Interessen.

00:07:55: Ich habe eine große Gemeinde wie Bordesholm mit acht tausend Einwohnern und meine kleinste Gemeinde ... Die kleinste Gemeinde in meinem Amt hat hundertsechzig Einwohner.

00:08:04: Da sieht man schon, dass die Interessen ganz unterschiedlich sind und das jede Gemeinde dann eben auch einen anderen Weg einschlagen möchte.

00:08:11: Dass die Finanzkraft eine ganz andere... Und eigentlich ist das was ich jeden Tag mache genau, dass sie unterschiedlichen Interessen zusammenbringen.

00:08:18: Wir haben jetzt zum Beispiel die das Thema gehabt Aufstockung des Rathauses, wo es darum ging.

00:08:24: Dass die Gemeinde Bau des Häumen gerne das Rathuis aufschocken wollte weil die Polizei im Ort gehalten werden sollte und die Kleingemeinden müssen uns dann im Endeffekt mit bezahlen über den Amtsausschuss.

00:08:33: und dass ist eben auch so ein Entscheidungsprozess gewesen, wo man sich dann auf einen Mittelweg geeinigt hat.

00:08:39: Und was passiert wenn es mal keine gemeinsame Schnittmenge gibt?

00:08:43: Oberbürgermeister, ein Amtsdirektor dann auch vielleicht mal akzeptieren.

00:08:47: Dass eine Nachbargemeinde nein sagt?

00:08:50: Das ist ja völlig normal.

00:08:51: Also das gehört ganz normal dazu zum politischen Prozess.

00:08:55: Wie gesagt jede Gemeinde hat ihre eigenen Gremien.

00:08:58: Jede Gemeinde Hat dann ihre eigenen Entscheidungen und die muss man dann auch natürlich akzeptiert.

00:09:04: Wichtig ist halt im Vorfeld darüber zu sprechen und im vorfeld auch den Weg klarzumachen Und gemeinsam zu schauen.

00:09:11: welche Vorteile habe ich dadurch?

00:09:12: aber natürlich Wenn eine Gemeinde sagt, sie möchte das nicht aus welchen Gründen auch immer.

00:09:17: Dann ist das zu akzeptieren.

00:09:19: Wichtig ist halt, dass man vorher darüber redet und auch guckt gibt es noch Alternativen?

00:09:23: kann ich irgendwas anders machen?

00:09:25: Kann ich irgendwas verändern?

00:09:26: Und ja aber wenn das dann so ist, dann ist das eben so.

00:09:30: Bislang haben wir vor allem über Normünster und die Umlandgemeinden gesprochen.

00:09:34: Es gibt aber noch einen anderen ein dritten wichtigen Partner Das Land Schleswig-Holstein.

00:09:40: Normünster liegt ziemlich genau in der Mitte des Landes, ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und übernimmt als Oberzentrum Aufgaben für eine deutlich größere Region.

00:09:49: Spielt die Stadt diese Bedeutung aus deiner Sicht selbstbewusst genug im Land aus?

00:09:55: Auch da ein ganz klares Nein!

00:09:56: Normünsters spielt eben genau das nicht aus.

00:09:59: Wir haben ne zentrale Lage hier in Schleswig-Holstein.

00:10:02: wir sind ein Oberzentro wie du gesagt hast.

00:10:05: Damit haben wir auch eine gewisse Bedeutung.

00:10:06: Wir sind Verkehrsknotenpunkt und wir müssen tatsächlich unsere Interessen gegenüber Kiel viel deutlicher formulieren, als wir es bisher getan haben.

00:10:14: Ich habe manchmal das Gefühl dass wir uns selber klein machen und denken so wir sitzen jetzt zwischen den großen Städten Kiel und Lüberg ja und dass wir dann einfach nicht zur Geltung kommen.

00:10:24: aber genau darum muss es gehen und Münster wieder in Kiel sichtbar zu machen, die Interessen von Münsters dort zu vertreten und ganz deutlich zu sagen welche Stärken wir haben.

00:10:33: Und das ist die Aufgabe eines Oberbürgermeisters dann in Kil auch vorstellig zu werden regelmäßig mit den Ministern oder dem Ministerpräsidenten im Gespräch zu sein um genau darüber zu reden und nur Münster's Interesse dort an Kiel darzustellen

00:10:47: Und vor allen Dingen auch konkrete Projekte und belastbare Konzepte vorzustellen, statt nur allgemeine Forderungen zu stellen.

00:10:55: Denn selbstbewusst auftreten – was heißt das denn konkret?

00:11:00: Mehr Geld verlangen kann ja schließlich jede Kommune.

00:11:03: Genau!

00:11:04: Das wird nicht nur darum gehen einfach Geld zu fordern sondern tatsächlich darzustellen welche Funktionen Münster hier erfüllt für die Region erfüllt, für das Land erfüllt dass wir eben auch mit dem Land Projekte entwickeln, die das Land als interessant ansieht und Non-Münster dann hier weiter nach vorne bringt.

00:11:25: Wichtig finde ich hierbei immer dann die frühzeitige Abstimmung mit dem land eben dann auch tatsächlich die gemeinsamen Interessen zu benennen und die Interessen herauszustellen, eben gemeinsam mit der Landesregierung dann Non-Monster nach vorne zu bringen.

00:11:40: Kannst du ein Beispiel nennen, bei welchem Thema Neumünster ganz besonders auf das Land angewiesen ist?

00:11:46: Nein.

00:11:47: Nun ja wir haben hier tatsächlich drei große regionale Berufsbildungszentren und da wird immer wieder gesagt Neumunster ist ein Zentrum der beruflichen Bildung.

00:11:56: Das nehme ich gerade nicht mehr so wahr.

00:11:57: Ich nehme eher wahr dass hier vom Land Bildungsgänge abgerufen werden und woanders hinverlagert werden.

00:12:04: Und das ist für mich der erste Ansatzpunkt, nach Kiel zu gehen und zu sagen fast auch wie sind hier das Zentrum der beruflichen Bildung mit einer hervorragenden Infrastruktur?

00:12:12: Hier sollte nicht abgebaut werden sondern hier sollte mehr investiert werden und hier sollte mir entstehen.

00:12:17: Nun könnte jemand sagen, dass klingt alles nach Gesprächen, nach Arbeitsgruppen oder viel Kooperation Und genau solche Begriffe hören wir ja in der Politik eigentlich ständig.

00:12:27: Am Ende sitzt man dann gemeinsam an einem Tisch, erklärt die Zusammenarbeit für erfolgreich und trotzdem entsteht keine einzige neue Gewerbefläche.

00:12:36: Wie wird denn aus Partnerschaft tatsächlich ein Ergebnis?

00:12:40: Ja, wie du sagst es geht tatsächlich darum!

00:12:45: viel miteinander zu reden, im Gespräch zu sein.

00:12:47: Aber auch zu erkennen welche Menschen ich an den Tisch holen muss damit ich in einem oder zu einem guten Ergebnis komme.

00:12:55: Das darf halt eben auf.

00:12:56: so eine Runde darf kein Selbstweg sein und darf nicht auseinandergehen.

00:12:58: Es ist schön dass wir miteinander gesprochen haben.

00:13:01: Ich bin immer jemand der am Ende sagt So wie geht es jetzt weiter?

00:13:03: Und was haben wir jetzt mitgenommen?

00:13:04: das ist mir mal ganz wichtig und das ist genau das worum's dabei dann nämlich auch geht das nochmal zusammenzufassen und zu klären Wo gehts weiter?

00:13:13: wo wollen wir hin?

00:13:15: Du wirst Oberbürgermeister.

00:13:16: Was wäre dein erstes Schritt, um die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden und dem Land zu verbessern?

00:13:23: Ich würde nicht nur das Gespräch suchen ... Das wirst du sicherlich.

00:13:27: Aber was wäre dann das Ziel eines solchen Gespräges?

00:13:31: Das Ziel des Gesprächs ist klarzumachen, wo wir uns befruchten können.

00:13:35: das Umland und Neumünster, welche Vorteile wir voneinander haben herauszustellen.

00:13:40: Was unsere Region stark macht.

00:13:43: Wichtig wäre mir die Einbindung der Wirtschaftsagentur in diesem Prozess weil genau darum wird es gehen, Neumunster zu entwickeln, die Regionen Neumünstler zu entwickeln gemeinsam mit dem Umland dann auch die Wirtschaft hier voranzubringen.

00:13:54: Und woran sollen die Menschen nach einigen Jahren merken dass diese Zusammenarbeit wirklich besser funktioniert?

00:14:00: Die Menschen werden es daran merken, dass diese Grenzen ein wenig verschwimmen dass eben die Menschen, die aus dem Umland kommen, in Neumünster gar nicht mehr als das große Neumunster wahrnehmen.

00:14:10: Sondern eben als den vielleicht etwas größeren Bruder in der Nachbarschaft zu dem man aber gerne hinkommt und wo man sich gerne auffällt.

00:14:18: Genauso wird es umgekehrt sein.

00:14:19: also die Region Neumünster wird mir zusammenwachsen.

00:14:22: Das ist das was ich mir wünsche, das ist das, was ich vorgenommen habe.

00:14:26: Marco zum Schluss Dann noch unsere Rubrik, erklär doch mal.

00:14:29: Ich werfe dir einen Begriff aus der Rathaus-Welt zu und du versuchst ihn dann möglichst kurz und vor allem ohne Verwaltungsdeutsch zu erklären.

00:14:36: Bereit für die heutige Runde?

00:14:37: Na ich bin gespannt!

00:14:39: Na gut... Der heutige Begriff lautet Oberzentrum.

00:14:42: Was ist das eigentlich?

00:14:43: Wer entscheidet dass Neumünster ein Oberzentrom ist und gibt es dann auch Mittel- und Unterzentren?

00:14:50: Aus dem Kontext vor dir ist das gar nicht so ganz überraschend, merke ich gerade.

00:14:53: Ja ein Oberzentrum ist halt nicht nur dafür da für sich selber zu versorgen sondern hat eben auch die Region im Auge zu haben.

00:15:02: und du sagst es ob's auch Mittel- und Unterzentren gibt.

00:15:04: ja auch die gibt es.

00:15:05: die haben dann eine kleinere Region um die sich kümmern.

00:15:08: Bordesholm zum Beispiel ist ein Unterzentrum und hat eben auf Aufgaben wahrzunehmen fürs Umland.

00:15:13: Dafür gibts auch extra Mittel.

00:15:14: Die Stadtmer Münster bekommt als Oberzentrem extra Mittel für besondere Aufgaben wie zum Beispiel das Schwimmbad, die z.B.

00:15:22: fürs Kick-In oder auch für die Museen, die wir haben.

00:15:27: Also dafür ist dann da das Geld und ja... Die Einordnung erfolgt durch die Landesplanung.

00:15:33: Das machen wir nicht selber.

00:15:34: Wir können sagen so, wir sind jetzt Oberzeiten drumherum beschließen das mal.

00:15:37: Das Land legt fest, welche Kategorie wir haben oder wo wir zugehören.

00:15:43: Und Nomünster als kreisfreie Stadt Ein Oberzentrum und hat eben auch die Verantwortung für die Region, für das Umland.

00:15:51: Das heißt vereinfacht gesagt, Neumünster ist nicht nur für die Menschen innerhalb der Stadtgrenzen da also für uns Neuminstaranerinnen und Neuminsstarana sondern eben auch dafür da dass es wichtige Aufgaben für einen großen Teil der Regionen übernimmt.

00:16:04: so gut zusammengefasst?

00:16:05: Genau

00:16:06: im Endeffekt ist es genau das eben.

00:16:08: Kirchturmdenken gibt es dann nicht als Oberzentrem.

00:16:11: man muss die Region im Auge haben.

00:16:13: Danke Marco!

00:16:14: Das war Moin Neumönster.

00:16:16: Heute haben wir darüber gesprochen, warum Normünster und seine Nachbarn stärker zusammenarbeiten müssen.

00:16:21: Die Menschen leben, arbeiten, lernen und bewegen sich längst über Stadt- und gemeinen Grenzen hinweg.

00:16:26: Wirtschaft-, Verkehr- und Infrastruktur lassen sich deshalb wirklich nicht dauerhaft im Alleingang planen.

00:16:31: Normünsta muss eine Rolle als Oberzentrum selbstbewusst vertreten – gleichzeitig kann eine Partnerschaft mit dem Umland nur funktionieren wenn sie auf Augenhöhe stattfindet und alle Beteiligten einer erkennbaren Nutzen haben!

00:16:44: Welche Erfahrungen macht ihr denn mit dem Verhältnis zwischen Normünster und dem Umland?

00:16:47: Wo sollte stärker zusammengearbeitet werden, welche Themen kann unsere Stadt nicht alleine lösen?

00:16:53: Schreibt uns eine E-Mail an moinatmoin minus normünster.de.

00:16:57: Wir lesen eure Nachrichten und viele eurer Fragen greifen wir in einer der nächsten Folgen auf.

00:17:03: Abonniert Moinormünster damit ihr dann keine Folge mehr verpasst und wenn euch der Podcast gefällt erzählt gerne anderen davon!

00:17:10: Danke fürs Zuhören und bis bald bei Moin Neumünster, denn über Politik reden viele.

00:17:15: Hier reden wir über Neumunster!

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